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Zürcher Oberländer 11.09

Mendelssohn Programm des Singkreis Egg


Ausverkaufte Kirche


Der Singkreis Egg unter der Leitung von Ernst Buscagne hatte sich mit den Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy der Romantik zugewandt; begleitet vom Symphonischen Orchester Zürich, verstärkt durch die Solisten Lisa-Jeanne Lorenz, Jörg M. Krause, Matthias Müller und die beiden Bassisten Chasper Curo Mani und Hans Frauchiger.

Das Konzert wurde mit der «Hebriden Ouvertüre» op. 26 eröffnet. Erfreulich war, ein Orchester zu hören, welches sowohl in der Ouvertüre wie auch in der anspruchsvollen Begleitung der Chorwerke sehr schön musizierte. Aber auch der Chor und die Solisten liessen schon im unvollendeten Oratorium – «Christus» op. 97 – keine Wünsche offen und sangen sich in die Herzen des Publikums, welches die reformierte Kirche bis auf den letzten Platz füllte.

Der Aufschrei im Laufe des dramatischen Geschehens war so emotional gesungen, dass man sich unwillkürlich in das Geschehen vor 2000 Jahren zurückversetzt fühlte und froh war, dass mit dem Schlusschoral in diesem Oratorium eine tröstliche Melodie mit versöhnlicheren Worten erklang. Man bedauert es ausserordentlich, dass es Mendelssohn nicht vergönnt war, dieses Werk fertig zu komponieren, und er unerwartet schon mit 38 Jahren verstarb. Nach der Pause wurde der Psalm 42 op. 42, «Wie der Hirsch schreit», dargeboten, und mit diesem wurde das insgesamt beeindruckende Chor- und Orchesterkonzert würdig beschlossen. Das Publikum verdankte diese Tatsache mit lang anhaltendem Applaus. (hs)